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Oliver Schipp

04.02.2001

 

Vom Menschenopfer zum Massenspektakel – Das Wesen und die Entwicklung der Gladiatur

 

1.       Die Herkunft des Gladiatorenkampfes

 

Es ist in der Forschung bis heute umstritten, woher die Römer den Brauch, beim Leichenbegängnis zu Ehren des Toten kämpfen zu lassen, übernahmen. Daß die Römer den Gladiatorenkampf erfunden haben, ist unwahrscheinlich. Der erste literarisch belegte Kampf in Rom wurde 264 v.Chr durchgeführt. Die Söhne von D. Iunius Brutus Pera ließen auf dem Forum Boarium drei Fechterpaare am Scheiterhaufen gegeneinander kämpfen (D. Brutus munus gladiatorium in honorem defuncti patris primus edidit. Liv. per. 16; ...nam gladiatorium munus primum Romae datum est in foro boario App. Claudio Q. Fulvio consulibus. Dederunt Marcus et Decimus filii Bruti Perae funebri memoria patris cineres honorando. Val. Max. 2,4,7.).

Auch der Autor Ausonius berichtet von diesem Kampf. Er weiß darüber hinaus noch zu berichten, daß drei Gefechte stattgefunden haben (... tris primas Thraecum pugnas tribus ordine bellis ... Iuniadae patrio inferias misere sepulchro; Aus. Griph. 2,36f.). Freilich ist die Angabe, es handele sich bei den Fechtern um Thraker, nicht richtig. Die Römer übernahmen in der Anfangszeit der Gladiatorenkämpfe die Bewaffnungen und Rüstungen ihrer besiegten Gegner. Aber erst Ende der Republik kamen die ersten trakischen Kriegsgefangenen nach Rom. Wahrscheinlich waren es daher nicht Thraker, sondern Samniten, die kurz vorher besiegt worden waren.

Wichtig ist jedoch, daß drei Gladiatorenpaare gegeneinander gefochten haben. Dies bestätigt auch Nikolaos von Damaskus (... duo  h tria zeugh; Nik. Dam FrGrHist 90 F 78).

Man kann also zusammenfassend sagen, daß mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitte des 3. Jhs. v. Chr. der Brauch, bis zu drei Gladiatorenpaare im Rahmen des Leichenbegängnisses auf Leben und Tod am Scheiterhaufen miteinander kämpfen zu lassen, voll entwickelt war.

 

Nun kann der Gladiatorenkampf zu Ehren von Brutus Pera wegen der voll entwickelten Form, die für Jahrhunderte Gültigkeit besaß, nicht, wie die antiken Autoren glaubten, der erste gewesen sein. In Rom selbst gibt es kein archäologisches Zeugnis, das eine frühere Datierung stützen würde. Aber sowohl bei den nördlichen als auch bei den südlichen Nachbarn findet man solche Zeugnisse. Und es hat nicht an Versuchen in der Forschung gemangelt, die „Erfindung“ des Gladiatorenkampfes den Etruskern oder den Kampanern bzw. Lukanern zuzuschreiben.

 

Für einen etruskischen Ursprung sprechen folgende Zeugnisse:

·         Nikolaos von Damskus (FrGrHist 90 F 78): „taV twn monomacwn qeaV ... epoiounto Rwmaioi

      para Turrhnwn paralabonteV to eqoV ...“ (Die Gladiatorenspiele veranstalteten die Römer,

      indem sie eine etruskische Sitte übernahmen.)

·         Darstellungen des Phersuspiels in etruskischen Tomben (z. B. Tomba degli Auguri, 530-520)

·         Gladiatorendarstellung auf Graburnen (zweimal stehen sich Gallier und Gallier gegenüber, einmal Gallier und Samnit).

·         Das Wort für den Gladiatorentrainer lanista ist etruskischen Ursprungs (Isidor von Sevilla orig. 10, 159: „lanista, gladiator, id est carnifex, Tusca lingua appellatus, a laniando scilicet corpora.“ Auch sprachwissenschaftliche Untersuchungen bestätigen dies).

·         Der etruskische Totenführer Charun schaffte die Toten aus der Arena. (Tertullian, Apologeticum 15, 5).

 

Für einen kampanischen/lukanischen Ursprung sprechen folgende Zeugnisse:

·         Livius 9, 40, 17: „Et Romani quidem ad honorem deum insignibus armis hostium usi sunt: Campani ad superbiam et odio Samnitium gladiatores, quod spectaculum inter epulas erat, eo ornamentu armarunt Samnitiumque nomine compellarunt“.

·         Grabfresken aus dem 4.Jh. v.Chr. Dargestellt sind gerüstete Krieger, die sich unter Anleitung eines „Schiedsrichters“ mit Speeren bereits Wunden zugefügt haben.

·         Die ersten Amphitheater wurden ausnahmslos in Kampanien u. Lukanien gebaut.

·         Die bekanntesten Gladiatorenschulen waren in Kampanien angesiedelt.

 

Vieles spricht dafür, daß die Römer den Brauch tödlich endender Kämpfe zu Ehren eines Toten von den Etruskern übernommen haben. Der Kultureinfluß der Etrusker in Rom war nachweislich hoch. In der Königszeit beherrschten sie Rom sogar. Zahlreiche Bräuche lassen sich auf die Etrusker zurückführen, besonders im staatlich-kultischen Bereich. Während der Einfluß aus dem osko-samnitischen Raum im 4. u. 3. Jh. eher gering war. Man fühlte sich in Rom diesem Kulturkreis überlegen. Er galt als rückständig.

Zudem ist es möglich, daß die Kampaner u. Lukaner den Gladiatorenkampf ebenfalls von den Etruskern übernommen haben. Diese hatten in Kampanien vom Sieg bei Alalia über die Phokäer (540) bis zur Seeschlacht von Cumae (474) die Vorherrschaft.

Der Gladiatorenkampf ist zweifellos kultisch-religiösen Ursprungs. Allem Anschein nach, entwickelte er sich aus den beim Totenkult üblichen Menschenopfer. Bei fast allen frühen Mittelmeerkulturen war dieser Kult gebräuchlich. Die Schächtung der gefangenen Trojaner durch Achill am Grab seines Freundes Patroklos ist in diesem Kontext die wohl bekannteste Szene (Hom. Il. 23, 22,f.). Zwar tötet Achill die zwölf Trojaner im Zorn, doch ist das Rachemotiv als rationalisiertes Opferritual zu interpretieren. Auch der christliche Autor Tertullian (De spectaculis 12, 1-4) betont, daß der Gladiatorenkampf vom Brauch der rituellen Menschenopferung her stamme. Der Gladiatorenkampf sei die abgemilderte Form des Menschenopfers. Trotz der christlichen Polemik Tertullians hat diese Aussage ihren Wahrheitsgehalt. Denn man muß berücksichtigen, daß der im Glauben echauffierte Autor seine nichtchristlichen Gegner überzeugen wollte. Er konnte also nur allgemein bekannte und anerkannte Tatsachen in seine Argumentation einbeziehen, weil er sonst unglaubwürdig gewesen wäre.

 

2.       Die Entwicklung der Gladiatur in Rom

 

Das anfangs seltene Schauspiel wurde mit der Zeit immer häufiger gezeigt. Dabei nahm die Prachtentfaltung stetig zu. Vor allem aber wuchs die Zahl der fechtenden Paare beständig. Waren es Mitte des 3. Jh. bis zu drei Fechterpaare, so kämpften 216 v. Chr. schon 22 Gladiatorenpaare für M. Aemilus Lepidus (M. Aemilio Lepido, qui consul augurque fuerat, filii tres, Lucius, Marcus, Quintus, ludos funebres per triduum et gladiatorum paria duo et viginti in foro dederunt. Liv. 23, 30, 15). 200 v. Chr. wurde der Tod des M. Valerius Lävinus mit 25 Fechterpaaren bestritten. Die Erben des P. Licinius boten 183 v. Chr. 60 Paare auf (P. Licinii funeris causa visceratio data, et gladiatores centum viginti pugnarunt, et ludi funebres per triduum facti, post ludos epulum. Liv. 39, 46, 2). Im Jahre 174 v. Chr. ließ  T. Flaminius bei der Leichenfeier seines Vaters 74 Mann drei Tage lang kämpfen. Als Caesar während seiner Ädilität (65 v.Chr.) Gladiatorenkämpfe von noch nie dagewesenem Ausmaß veranstalten wollte, gelang ihm dies, obwohl seine politischen Gegner, erschrocken über die Anzahl gekaufter Gladiatoren, im Senat die Festsetzung einer Höchstzahl von Paaren, die bei Spielen von Privatleuten auftreten durften, erreichten; denn trotz der Einschränkung traten 320 Paare auf ( Cass. Dio 37, 8, 1; Plin. nat. hist. 33, 53; Plut. Caes. 5, 4; Suet. Caes. 10, 2).

Augustus gibt in seinem Tatenbericht an, er habe während seiner Regierungszeit acht munera durchführen lassen, bei denen ungefähr 10 000 Menschen kämpften (Ter munus gladiatorium dedi meo nomine et quinquiens filiorum meorum aut nepotum nomine, quibus muneribus depugnaverunt hominum circiter decem millia. Aug. r. g. 22). Trajan ließ aber alleine für die Feierlichkeiten anläßlich des Dakersieges 107 n. Chr. 10 000 Mann kämpfen. Das Fest dauerte vier Monate.

Damit war der Endpunkt der Entwicklung in Hinblick auf die Anzahl der Kämpfer erreicht. Kostengründe verhinderten, daß das Ausmaß der Dakersiegfeier nochmals erreicht wurde; ganz zu schweigen davon, diese zu übertreffen. Nur die Exotik und Extravaganz bei der Darstellung und die Grausamkeit waren fortan noch steigerungsfähig.

Die letzten Gladiatorenkämpfe wurden 545 n.Chr. von dem Merowingerkönig Theudebert in Arles durchgeführt (Greg. v. Tours 3, 31).

 

Die ursprünglich privatorganisierten Gladiatorenkämpfe mußten am Ende der Republik vom „Staat“ kontrolliert und reglementiert werden. Das Beispiel Caesars zeigt, daß die Zahl privater Kämpfer zu einer staatsgefährdenden Größe angewachsen war. Caesar und andere scheuten sich nicht, diese Privatarmeen in innenpolitischen Auseinandersetzungen  einzusetzen. Desweiteren wurden die Spiele – und vor allem die Gladiatorenkämpfe – dazu genutzt, der Karriere Vorschub zu leisten, indem man sich durch äußerst prachtvolle Spiele für ein Amt empfahl. Zum einen wurde dadurch das Volk bei der Wahl beeinflußt, zum anderen war die Meßlatte für andere Spieleveranstalter aus Kostengründen so hoch gehängt, daß viele Konkurrenten im Vorfeld aus dem Feld geschlagen wurden. Auch hierbei war Caesar nicht zu übertreffen. Er verschuldete sich hoch, um die – bereits erwähnten – Spiele zu finanzieren.

Der religiöse Bezug der Gladiatorenkämpfe ging zwar nie ganz verloren, wurde aber stark in den Hintergrund gedrängt. Die Spiele während seiner Ädilität veranstaltete Caesar zu Ehren seines Vaters (Plin. Nat. hist. 33, 16, 40). Wohingegen der Gladiatorenkampf anläßlich seines vierfachen Triumphes im Jahre 46 v.Chr. dem eigenen Ansehen diente. Formal gesehen wurde dieser für seine - allerdings acht Jahre zuvor verstorbenen  - Tochter gegeben (Plut. Caes. 55, 3; Cass. Dio 43, 22f.; Suet. Caes. 39, 1).

In Caesars Tätigkeit als Gladiatorenkampfveranstalter kulminieren mehrere Entwicklungen. Der Gladiatorenkampf wurde wegen seiner Öffentlichkeitswirksamkeit zu einem politischen Mittel instrumentalisiert. Ausgangspunkt dieser Entwicklung ist das für die Selbstdarstellung der römischen Familie außerordentlich wichtige Leichenbegängnis. Auf dem Forum, dem Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Rom, wurde der Scheiterhaufen aufgebaut. In einer feierliche Prozession (pompa funebris) zog man dorthin. Dabei waren auch die Ahnen und der Verstorbene zugegen. Man stattete nämlich Personen von ähnlicher Statur mit Maske und Amtstracht der Toten aus. Dann pries – zumeist - der Sohn in einer Leichenrede (laudatio funebris) die Taten des Verstorbenen und auch der Ahnen. Zusätzliches Aufsehen erregten die mit der Leichenfeier verbundenen Gladiatorenkämpfe. Die Familie und deren Freunde, sowie die Klienten führten dem Volk die Verdienste der Familie und ihren Einfluß vor Augen und empfahlen gleichzeitig die Nachkommen solcher Männer für künftige Aufgaben.

Daß diese Möglichkeit der „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Karrierebegünstigung“ genutzt wurde und sowohl das Leichenbegängnis zu einem günstigen Zeitpunkt begangen, als auch für weniger renommierte Familienmitglieder aufwendige Feiern veranstaltet wurden, liegt auf der Hand. Wir haben Höhepunkt und Endstadium dieser Entwicklung am Beispiel Caesars gesehen.

In diese Entwicklung wurde von „Staats“ wegen mehrmals eingegriffen. Livius (40, 44, 8ff.) erwähnt einen Senatsbeschluß aus dem Jahre 179 v.Chr., wonach der Aufwand für Schauspiele eingeschränkt wurde. Plinius (nat. hist. 8, 64) berichtet von einem Gesetz aus dem Jahre 186 v.Chr., das die Tierhetzen stark einschränkte, bald darauf aber wieder aufgehoben wurde. Auch bei diesem Versuch setzte man den Hebel an die ins Ruinöse ausufernden Kosten an. Davon, daß Caesar 65 v.Chr. die Zahl der auftretenden Gladiatoren einschränken mußte, war schon die Rede. Zwei Jahre später verbot die Lex Tullia de ambitu Kandidaten für einen Magistrat, zwei Jahre vor ihrer Bewerbung einen munus zu veranstalten, falls nicht ein Testament dies fordere (Cic. Pro Sestio 133). 22 v.Chr. schließlich wurde von Augustus per Gesetz bestimmt, daß die öffentlichen munera von den Prätoren auszutragen seien, wobei sie jährlich nur zwei Spiele ausrichten durften mit höchsten je 60 Paaren, und auch nur auf Senatsbeschluß hin. Für die Municipien und Kolonien galten ähnliche Beschränkungen. Private Gladiatorenkämpfe aufgrund eines Testaments durften in kleinem Rahmen durchgeführt werden. Für prächtige munera – wie gesagt ca. 10 000 Gladiatoren in acht munera - war fortan der Princeps alleine zuständig.

 

Der Zeitpunkt der ersten öffentlich veranstalteten Spiele ist umstritten. Die ältere Forschung datierte diesen in das Jahr 105 v.Chr. Eine Textstelle bei Valerius Maximus (2, 3, 2: „Armorum tractandorum meditatio a P. Rutilio consule Gn. Malli collega militibus est tradita; is enim nullius ante se imperatoris exemplum secutus ex ludo C. Aureli Scauri doctoribus gladiatorum arcessitis vitandi atque inferendi ictus subtiliorem rationem legionibus ingeneravit.“) in Verbindung mit einer Notiz von Ennodius (Paneg. CSEL VI, p. 284 Hartel: „Rutilium et Manlium comperimus gladiatorium conflictum magistrante populis providentia contulisse, ut inter theatrales caveas pleps diuturna pace possesa quid in acie geretur agnosceret. Sed tunc feriatis manibus frustra sociae mortes ingerebantur aspectui.“) galt als Beweis für die staatliche Anerkennung der Spiele. Baltrusch hat jedoch nachgewiesen, daß dies nicht zutrifft. Der Verweis von Ennodius beruhe auf einer falschen Übersetzung des Valerius Textes. Oder Ennodius habe absichtlich die Nachricht verfälscht. Es kann nämlich sein, daß Ennodius, um Kaiser Theoderich zu loben, dessen unblutige Maßnahme zur Hebung der Wehrkraft dem blutigen und erfolglosen Vorgehen des Rutilius gegenüberstellte. Auch ist wenig glaubhaft, daß ein konservativer Politiker wie Rutilius die Gladiatorenkämpfe durch Verstaatlichung aufgewertet habe. Außerdem haben wir erst wieder ca. 50 Jahre später einen staatlichen Gladiatorenkampf, so daß auch die Wahrscheinlichkeit gegen diese Frühdatierung spricht.

Die ersten sicher bezeugten öffentlichen munera hat Augustus 22 v.Chr. durchgeführt (Cass. Dio 54, 2, 3f.; und 55, 31, 4). Kathrine Welch nimmt jedoch das Jahr 44 v.Chr. für dieses Ereignis in Anspruch. Aus einem Papyrus aus Urso in Spanien gehe hervor, daß die städtischen Beamten (decuriones) angewiesen waren – und zwar per Gesetz – öffentliche Spiele für die Götter Jupiter, Juno und Minerva zu veranstalten ( „IIviri quicumque erunt ei praeter eos qui primi post h l facti erunt ei in suo mag munus ludosve scaenicos Iovi Iunoni Minervae dies deabusq quadriduom m p diei quot eius fieri oportebit arbitratu decurionum faciunto inque eis ludis eoque munere unusquisque eorum de sua pecunia ne minus HS consumito et ex pecunia publica in sing“; ILS 6087, 70). Aufgrund dieses Papyrus und anderer Zeugnisse aus sullanischer Zeit schließt sie, daß Gladiatorenkämpfe mit Sicherheit in der cäsarischen, wahrscheinlich aber schon in der sullanischen Zeit durchgeführt worden seien.

 

 

Literaturverzeichnis:

Baltrusch, E.: Regimen morum. Die Reglementierung des Privatlebens der Senatoren und Ritter in der römischen Republik und frühen Kaiserzeit, München 1988 (Vestigia 41).

Bomgardner, D. L.: A new era for amphitheater studies, in: JRA 6(1993), 375-390.

Friedländer, L.: Darstellung aus der Sittengeschichte Roms in der Zeit von Augustus bis zum Ausgang der Antonine, 4 Bde., 9. Aufl. Leipzig 1920.

Golvin, J.-C.: L’Amphithéâtre Romain, 2. Bde., Paris 1988.

Müller, S.: Das Volk der Athleten. Untersuchung zur Ideologie und Kritik des Sports in der griechisch-römischen Antike, Bochum 1995 (BAC 21).

Schneider, K.: RE Suppl. 3 (1918), 760-784, s. v. Gladiatores.

Welch, K.: The roman amphitheater in late-Republican Italy, in: JRA 7(1994), 59-80.